Kartoffelmarkt: Erträge bei Frühkartoffelernte in Österreich meist zufriedenstellend

Reichliches Angebot, aber ruhige Nachfrage bringen Erzeugerpreise unter Druck.

Wien, 19. Juni 2018 (aiz.info). - Die Frühkartoffelernte schreitet in Österreich zügig voran. Die generelle Marktlage präsentiert sich zur Vorwoche unverändert. Im gesamten Bundesgebiet sind die Rodebedingungen günstig und die Erträge der Frühkartoffelsorten fallen - mit regionalen Ausnahmen - meist überaus zufriedenstellend aus. Lediglich aus dem Weinviertel werden trockenheitsbedingt enttäuschende Erträge gemeldet, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Dem reichlichen Angebot steht eine stetige, aber ruhige Inlandsnachfrage gegenüber. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen dürfte sich der Inlandsabsatz auch in nächster Zeit kaum merklich verbessern. Die Erzeugerpreise sind entsprechend unter Druck. In Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark wurde zu Wochenbeginn eine Preisspanne zwischen 20 und 23 Euro/100 kg genannt. In Westösterreich stellt sich die Marktlage etwas besser dar. Hier profitiert man unter anderem von der Nähe zu Deutschland. Zu Wochenbeginn wurden in Oberösterreich Frühkartoffeln noch um 28 Euro/100 kg übernommen.

In Deutschland kamen letzte Woche die ersten festschaligen Speisefrühkartoffeln aus der Pfalz in den Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Witterungsbedingt waren die verfügbaren Mengen dabei noch recht überschaubar. In den anderen Regionen sind noch so gut wie keine schalenfesten Partien vorhanden. Der LEH wird derzeit vorrangig mit spanischen Frühkartoffeln versorgt. Deren Bedeutung dürfte aber bald abnehmen und somit wird mit einem reichlichen Bedarf an deutschen Kartoffeln gerechnet. An Erzeugerpreisen für Frühkartoffeln aus der Pfalz wurden zu Wochenbeginn 52 bis 54 Euro/100 kg gemeldet.